Unsere Wanderwoche in Matrei 2021 – Tagebuch

Es war eine wunderschöne Woche, alle Mitreisenden waren von der herrlichen Bergwelt begeistert. Das Wetter meinte es gut mit uns, und die fotogene Landschaft hat uns inspiriert, so dass wir hier eine kleine Auswahl der überaus zahlreichen Bilder sprechen lassen wollen. (Alle Fotos können durch Anklicken vergrößert dargestellt werden.)

Dank an die Organisatorin Helga Schröder, die dieses Programm zusammengestellt hat. Sie selbst konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Reise teilnehmen.

Liebe Helga, wir haben Dich sehr vermisst und wünschen Dir gute Besserung !

Herzlichen Dank auch an Gisela Beer, an Busfahrer Salvatore und an Heinrich Schmitt, die für den reibungslosen Ablauf gesorgt haben.


Sonntag, 26. September

 

Abfahrt im Reisebus der Fa. Mayer mit unserem bewährten Fahrer Salvatore um 9.00 Uhr.

In der Gegend um München Stau durch Rückreiseverkehr. Mittagspause im "Alten Wirt" in München. Auf der Weiterfahrt grüßte der Wilde Kaiser in der Nähe von Kitzbühel, hier fotografiert durchs Busfenster.

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Hotel "Goldried", oberhalb von Matrei gelegen. Mit dem Schrägaufzug wurden wir mitsamt unserem Gepäck nach oben ins Hotel befördert, von wo wir einen ersten Blick auf Matrei und die umgebenden Berge werfen konnten.



 

Montag, 27. September

Sonnenschein. Der Bus fuhr mit uns zum Parkplatz Matreier Tauernhaus zur Wanderung in den schönsten Talabschluss der Alpen, am Außergschlöss vorbei bis zum Innergschlöss.

Wer nicht so weit laufen wollte, konnte mit dem sog. Panoramazug zum Venedigerhaus fahren.

Für die Wanderer begann der Weg zunächst ganz gemütlich am Gschlössbach entlang. Dann entwickelte er sich zu einem Steig, der sich steil mit vielen Stufen in Serpentinen am Rand des Hanges über Stock und Stein auf ca. 1700 m hochzog, bis der Scheitelpunkt erreicht war. Nach einer kurzen Erholungspause ging es wieder hinunter an den Gschlössbach.

Wir wurden mit einem unvergleichlichen Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Venedigergruppe (3666 m) belohnt.

Zwischen Bergsturzblöcken hindurch, am wildromantischen Bach entlang erreichte die Gruppe  das Innergeschlöss mit dem Venedigerhaus. Alle Anstrengungen waren vergessen. Bei Kaffee und Kuchen genossen wir die Sonne.

Zurück ging es auf dem Fahrweg an der Felsenkapelle vorbei zum Tauernhaus und Bus. Die Wanderstrecke betrug 10 km.



 

Dienstag, 28. September

Sonnenschein. Unser Bus brachte uns ins Defereggental zum Stallersattel und an den Obersee.


Die wanderlustigen Teilnehmer wurden am Patscherhof auf 1675 m Höhe aus dem Bus entlassen und gingen am Gasthaus Oberhaus vorbei auf einem sehr reizvollen Pfad an der Schwarzach entlang, teils durch Zirbenwald, bis wir auf den Fahrweg stießen. Dieser führte uns stetig  ansteigend zur Oberen Seebachalm und immer weiter auf die Talverengung zu. Weidende Kühe rechts und links des Weges.

 

Es folgte noch ein kurzer steiler Anstieg, dann war die Alm nicht mehr weit. Man sah sie schon, die Steinhäuser auf der anderen Talseite, die Jagdhausalm, auf 2009 m.

Nach ca. drei Stunden und 350 Höhenmetern waren wir am Ziel.
Die Alm ist die älteste Alm von Österreich, 1225 erstmals erwähnt und bis 1338 ganzjährig bewohnt. Aufgrund der ausschließlich aus Stein gebauten Häuser wird sie auch "das Tibet der Alpen" genannt. Sie wird von Südtiroler Bauern bewirtschaftet. Die Grenze zu Südtirol ist ganz in der Nähe.
Nach Kaffee, Kuchen und Suppe oder anderen Almschmankerln machten wir uns auf den Rückweg, den Fahrweg bis zum Patscherhof und zu Busfahrer Salvatore, der schon auf uns wartete.
Drei Wanderer probierten noch einen selbstgemachten Zirbenschnaps, der an einem Bauernhof angeboten wurde. Sehr gut.
Für die Strecke von ca. 17 km brauchten die Wanderer fünfeinhalb Stunden.


 

Mittwoch, 29. September

 

Etwas bewölkt und leichter Regen.

An diesem Tag fand die Schifffahrt auf dem Weissensee (Kärnten) statt, auf einem Schiff, das für uns reserviert war.

Der helle Uferstreifen kommt von den Seekreide-Ablagerungen, die dem Weissensee seinem Namen gaben.


Donnerstag, 30. September

Sonnenschein. Wanderung Dorfertal mit Dabaklamm zum Kalser Tauernhaus.

Fahrt nach Kals am Großglockner (3798) zum Parkplatz Taurerwirt.
Unterwegs auf der Fahrt dorthin, tauchte plötzlich vor unseren Augen der Großglockner auf. Er zeigte sich in seiner ganzen Schönheit, schneebedeckt, fast wolkenfrei vor blauen Himmel, so dass immerhin ein Foto aus dem Bus heraus gelang.  
Am Parkplatz Taurerwirt startete die Wanderung Dorfertal mit Dabaklamm zum Kalser Tauernhaus. Allmählich stieg  der ebene Fahrweg  zwischen Dorferbach und Steilhang  an. Links an einem Tunnel vorbei, der von Hüttentaxis benutzt wird, begann der Fußweg und die eigentliche grandiose Felsschlucht, die Dabaklamm. Eine kühn angelegte, aus dem Fels gesprengte Wegtrasse, die weitgehend im Freien bleibt. Tief unten zwischen den Felswänden zwängte sich der Dorferbach talabwärts. Eine Gitterrost-Plattform über der Schlucht diente als Aussichts- und Fotopunkt.

Am Klammende öffnete sich das Dorfertal, in ein grünes Tal mit dem Alpengasthof Bergeralm.

Über leichte Steigungen ging es immer weiter hinauf an den Rumesoieben-(Sauerampfer)-Almhütten und an ehrwürdigen Lärchen vorbei zum Kalser Tauernhaus. 1992 erwarb es die Sektion Mönchengladbach des Deutschen Alpenvereins. In der Nähe steht eine Muttergotteskapelle.

Hier versammelte sich die ganze Reisegruppe, Wanderer und Nichtwanderer, bei einer Rast.


 

Freitag, 1. Oktober

 

Zu unserer letzten gemeinsamen Wanderung brachte uns Salvatore ins Virgental nach Ströden zu den Umbalwasserfällen.

Hier startete  die Wanderung auf einem bequemen Weg zur Islitzer Alm. Wer wollte, konnte mit dem Taxi zur Alm fahren.

An der Islitzer Alm begann der eigentliche spektakuläre Abschnitt mit den  Umbalfällen. Von diversen in die Klamm gebauten Aussichtspunkten konnte man die tobenden Wassermassen beobachten, wie sie sich durch die Klamm zwängten. Die Luft war erfüllt vom Tosen des Wassers.  Dann weitete sich das Tal und eine Alm tauchte auf: die Blinigalm mit Versorgungsweg und der Rückwanderweg zur Islitzeralm. Einige wanderten noch weiter bergauf  in Richtung Clarahütte. Aber leider mussten sie abbrechen und umkehren, denn es war zu spät, um die Hütte noch zu erreichen. Insgesamt wurden 13 km zurückgelegt.

Vor der Heimfahrt gab es noch eine Einkehr auf der Islitzer Alm.



 

Samstag, 2. Oktober

 

Der Samstag war busfrei und stand zur freien Verfügung. Von der Hotelwirtin wurde eine Stadtführung in Matrei angeboten, die viele in Anspruch nahmen. Dort fand gerade eine Hochzeit statt, begleitet von Musikanten in Tracht.

 

Einige wanderten in der Umgebung von Matrei. Wieder andere genossen den Wellnessbereich des Hotels mit Schwimmbädern, Whirlpools drinnen und draußen, Sauna, Dampfbad und und und ...

Es bestand auch die Möglichkeit, mit dem Linienbus ins rund 20 Kilometer entfernte Lienz zu fahren.